Horrenbach Palace

 

„Wenn Sie sicher sind, sich verfahren zu haben, kommt Horrenbach.“ Wer solches schreibt, muss Poet oder Horrenbach-Fan sein. Heinrich Gartentor ist beides. Sein Humor bringt die Haupttugenden seines Wohnortes Horrenbach auf den Punkt: Es ist abgelegen und wenn man je dort hingelangt, dann eher aus Versehen, es sei denn man fahre auf der Herzroute.

 

Seine Nebenaufgabe als Akkuwechsler an der Strecke ist das mentale Wiedereinmitten seiner Gäste, die über aufwühlend lange Distanzen keinem Menschen mehr begegnet und daher in tiefe Verunsicherung verfallen sind. Üblicherweise lassen sich leichte Desorientierungszustände mit einem Apfelsaft aus Horrenbacher Pressung kurieren (gleiches mit gleichem...). Bei schwierigeren Fällen greift auch Gartentor auf konventionelle Heilmittel zurück. Sein Landjäger ist aus Teufenthal, dem Nachbardorf, und gilt als extrem wirkunsgvoll und erdend. Kraft dieser Dauerwurst können auch schwere Fälle von Zivilisationsheimweh wieder kuriert werden. Auch das eiskalte Wasser des Brunnens vor dem Haus soll besondere Kräfte verleihen, sei es durch trinken oder eintauchen.

 

Heinrich Gartentor entlässt seine Gäste ungerne in die brandende Wildnis rund um Horrenbach. Ihm ist klar, dass die Abgeschiedenheit dieses Dorfes für viele eine Grenzerfahrung darstellt. Trotzdem weiss er, dass jeder seinen Weg gehen oder fahren muss. Horrenbach ist eine wichtige Etappe auf dem Weg der Selbstfindung. Eines Tages wird er daraus Kapital schlagen. Der Name des Selbstfindungsresorts steht schon: „Horrenbach Palace“. Man wird noch von ihm hören...